Tag der seltenen Krankheiten: Marsch der Hoffnung
11. 08. 2010
Am 27. Februar 2010 fand bereits zum zweiten Mal und unter großer Beteiligung der Marsch der seltenen Krankheiten statt. Dieser war Teil der Aktivitäten zum internationalen Tag der seltenen Krankheiten, der heuer unter dem Motto „Patienten und Forscher, Partner fürs Leben“ stand. Seit 2007 wird der Tag der seltenen Krankheiten jedes Jahr am letzten Tag im Februar begangen. Alle vier Jahre fällt er auf einen Schalttag und ist damit selten – wie die Krankheiten, die an diesem Tag in den Blickpunkt und das Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt werden.
In Wien marschierten die Teilnehmer des Marsches der Hoffnung, unter ihnen PatientInnen ebenso wie Angehörige und Interessierte, von der Staatsoper über den Stephansplatz und schließlich zur Hofburg, wo die beeindruckende Abschlusskundgebung stattfand. Thema waren dabei Krankheiten, die so selten sind, dass es für sie nur in wenigen Fällen Therapien gibt, für die meisten jedoch nicht. Ihre Namen sagen wohl den wenigsten Menschen etwas: Morbus Gaucher, Epidermolysis bullosa oder cystische Fibrose.

Bewundernswert ist der Lebensmut der Patienten, die trotz ihrer schwierigen Situation nicht aufgeben und die Hoffnung nicht verlieren. Diese Hoffnung aufrecht zu erhalten, war unter anderem auch eines der Ziele des Marsches. „Wichtig ist, dass sich die Patienten unter einem gemeinsamen Dach zusammenfinden und sich gemeinsam für nachhaltige Lösungen einsetzen“, so Univ. Doz. Dr. Till Voigtländer, österreichischer Projektleiter von Orphanet, einer Plattform für seltene Erkrankungen.
Die Wünsche der Teilnehmer liegen auf der Hand: Verstärkte Forschung im Bereich der seltenen Krankheiten und damit Hoffnung auf eine Therapie für jene Krankheiten, die heute maximal symptomatisch behandelt werden können. „Die Verbesserung der Lebensqualität von Patienten mit Morbus Gaucher ist unser oberstes Anliegen. Patienten mit einer derart seltenen Erkrankung brauchen jede Unterstützung, die sie kriegen können. Deshalb versuchen wir, auch in der Öffentlichkeit Verständnis für sie und andere Patienten mit seltenen Erkrankungen zu erzeugen“, sagt Roman Pichler, Obmann der österreichischen Gaucher Gesellschaft.
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