MPS-Sommertagung: 11.-14. August 2011

7. 06. 2011


MPS-Sommertagung: 11. - 14. August 2011
Hotel Lohninger-Schober in Hipping / St. Georgen im Attergau (OÖ)

Wir laden wieder ein zu einer MPS-Sommerkonferenz - MPS-Patienten und deren Familien, interessierte Ärzte, Pflegepersonen…Sie alle sind herzlich willkommen zu einer interessanten Mischung aus Erfahrungsaustausch, Information und persönlichen Gesprächen.
Das Programm wird wie immer aus Vorträgen und Workshops bestehen, garniert mit einem gemeinsamen Ausflug für alle Teilnehmer. Für Kinderbetreuung wird liebevoll gesorgt, sodass auch wirklich jeder überall dabei sein kann.
Gerade sind wir dabei ein abwechslungsreiches Wochenende zusammen zu stellen und freuen uns schon jetzt auf ein Wiedersehen oder auf ein Kennenlernen!

Weiterführende Informationen finden Sie hier!

Einladung als .pdf
Anmeldeformular als .pdf


Marsch der seltenen Krankheiten 2011

28. 02. 2011

Tag der seltenen Krankheiten

Wien, 28. Februar 2011. Pro Krankheit sind es nur wenige Menschen, die an einer der bislang rund 6.000 bekannten seltenen Erkrankungen leiden, in Summe jedoch verursachen diese Erkrankungen großes Leid bei Betroffenen und Angehörigen: Die krankheitsbedingten Auswirkungen auf ihr Leben sind enorm.

Der Tag der seltenen Krankheiten soll diesen Patienten jene Aufmerksamkeit geben, die sonst oftmals in der Öffentlichkeit fehlt.

Am 28. Februar 2011 fand heuer zum vierten Mal der internationale Tag der seltenen Krankheiten statt. In Österreich wurde auf diesen Tag und damit auch auf die sogenannten “orphan diseases” durch einen Marsch der seltenen Krankheiten durch die Wiener Innenstadt am 26. Februar aufmerksam gemacht. Höchste Zeit, wenn man bedenkt, dass Menschen, die an einer der seltenen Erkrankungen leiden, oft jahrelang mit einer falschen oder keiner Diagnose leben müssen und selbst mit der exakten Diagnose nicht adäquat behandelt werden können.

Marschieren für die gute Sache
Veranstaltet wurde der Marsch der seltenen Krankheiten vom Länderteam des Datenbanksystems “orphanet”, von der Nationalen Aktionsplattform für seltene Erkrankungen (NASE) und von zahlreichen Selbsthilfegruppen aus dem Bereich der seltenen Erkrankungen.

Treffpunkt war am 26. Februar um 11 Uhr bei der Wiener Staatsoper. Zahlreiche Betroffene, Angehörige und Unterstützer hatten sich mit Plakaten und Transparenten eingefunden, um gemeinsam durch die Wiener Innenstadt zu ziehen und Menschen auf ihr Leid aufmerksam zu machen. Die Abschlussveranstaltung fand im Bundesamtsgebäude Radetzkystraße statt, wo um 12 Uhr 15 Ansprachen, Diskussionen und ein Kennenlernen die Veranstaltung abrundeten.

Presserückfragen:
Fischill PR
Kochgasse 4
1080 Wien
office@fischill.at
01/408 68 24-0


28.02.11: Rare Diseases Day!

14. 02. 2011

Am 28. Februar 2011 wird der heurige Rare Diseases Day unter dem Motto “Rare but equal” begangen. Hier das Poster zum heurigen Event: poster_rdd2011_orig


Interview Prof. Dingermann

30. 09. 2010

Interview mit Herrn Prof. Dr. Dingermann anlässlich des Morbus Gaucher Patiententreffens:

Herr Professor Dingermann: Sie sind Pharmazeut am Institut für Pharmazeutische Biologie am Biozentrum in Frankfurt/Main und, wie Sie selbst von sich sagen, ein großer Verfechter von Informationen aus der Biologie und Biotechnologie, die so heruntergebrochen sind, dass auch Laien, in diesem Fall Patienten, es verstehen. Morbus Gaucher-Patienten leiden an einer lysosomalen Speichererkrankung. Bei den Betroffenen liegt ein genetisch bedingter Defekt des Enzyms Glucocerebrosidase vor.

Frage 1: Eine Therapie gibt es seit nahezu 20 Jahren, heute steht eine Auswahl an verschiedenen Therapien zur Verfügung. Wie sind diese pharmakologisch aus Ihrer Sicht zu beurteilen?

Das “Maß aller Dinge” bei der Behandlung des Morbus Gaucher ist heute noch die Substitutionstherapie mit gentechnisch hergestellten Varianten des bei den Betroffenen nicht korrekt funktionierenden Enzyms Gluco-cerebrosidase. Heute gibt es zwei Produkte. Eventuell wird es bald drei Produkte geben. Alle sind etwas anders, aber man kann sagen, dass alle zugelassenen Produkte letztlich identisch wirken und ähnlich gut vertragen werden.

Angekündigt sind nun auch kleine Moleküle, die als Tabletten geschluckt werden können. Ob diese bis zu einer Zulassang entwickelt werden können, kann man noch nicht sagen. Aber es ist wohl sehr wahrscheinlich. Wie sie sich dann im Krankheitsalltag bewähren, muss sich zeigen.

Frage 2: Wenn man nun das fehlende Enzym zuführen will, wie erfolgt die biochemische Aufbereiung, dass der menschliche Organismus dieses letztlich annehmen kann?

Es ist zwar möglich, das fehlende Enzym so zu kopieren, wie es der menschliche Organismus herstellt. Aber dann wirkt es nicht. Das liegt daran, dass beim Gesunden das Enzym in der Zelle arbeitet, in der es auch synthetisiert wurde. Fehlt das Enzym, muss es von außen durch eine Infusion zugeführt werden. Nun muss es aber noch in die Zellen aufgenommen werden, wo es seinen Job erledigen soll. Damit das klappt, muss man kleine, aber entscheidende Veränderungen vornehmen. Diese betreffen die Zuckerstruckturen, die so typischerweise an diesem Enzym ansynthetisiert sind. Erst dann finden die gentechnisch hergestellten Enzyme ein “Schloss” auf der Zelloberfläche, um sich einen Weg in die Zelle zu bahnen.

Um eine solche Enzymvariante herzustellen, gehen die Firmen unterschiedlich vor:

  • Bei der Imiglucerase wird die Zuckerstruktur nach der Aufreinigung des Enzyms biochemisch zurechtgestutzt.
  • Bei der Velaglucerase wird dem Kulturmedium, in dem die Zellen wachsen, die das Enzym produzieren, ein Hemmstoff zugesetzt, der dafür sorgt, dass nicht unnötige Zuckermoleküle an die sich aufbauende Zuckerkette angeheftet werden.
  • Bei der Taliglucerase muss weiter nichts gemacht werden, denn die Karottenzellen synthetisieren das Enzym so, dass es in eine Zelle gelangen kann.

Frage 3: Kommt es nun durch die unterschiedlichen Herstellungsverfahren zu unterschiedlichen “Enzymersatztherapien” oder, anders formuliert, lässt der Basisträger “Mensch, Tier, Karotte”, wie Sie es in Ihrem Vortrag erläutert haben, Unterschiede hinsichtlich der späteren Wirkung in der Enzymersatztherapie für die Betroffenen Morbus Gaucher-Patienten erwarten?

Wie bereits betont, sind alle zugelassenen Enzyme wirksam und vergleichbar verträglich. Wäre das nicht so, hätten die Behörden das Präparat nicht für eine Therapie beim Menschen zugelassen.

Frage 4: Wo sehen Sie die Zukunft in der medikamentösen Behandlung von Morbus Gaucher?

Ich denke, dass die Enzymersatztherapie auch in Zukunft eine dominierende Rolle spielen wird. Inwieweit die neuen Produkte, die in Tablettenform eingenommen werden können, die an sie gestellten Hoffnungen erfüllen, muss die Zukunft zeigen. Ich könnte mir vorstellen, dass sie eine Therapie sinnvoll ergänzen klönnen. Vielleicht lassen sich die Intervalle zwischen den Enzymgaben verlängern, bei einigen Patienten könnte vielleicht auch ganz auf eine Substitutionstherapie verzichtet werden. Als größten Erfolg würde ich es werten, wenn durch diese neuen Medikamente auch Patientinnen und Patienten behandelt werden können, bei denen sich zentrale Ausfallserscheinungen zeigen. Denn kleine synthetische Moleküle kann man so bauen, dass sie ins Gehirn gelangen. Das geht bei gentechnisch hergestellten Proteinen (noch) nicht.

Danke für das Gespräch!
(Diese Interview wurde anlässlich des Morbus Gaucher Patiententreffens 2010 geführt.)

Aus dem Lebenslauf:
Prof. Dr. rer. nat. Theodor Dingermann studierte Pharmazie in Erlangen. Seiner Promotion folgte ein zweijähriger Forschungsaufenthalt an der Yale University/USA. 1990 erhielt er einen Ruf auf die C4 Professur Pharmazeutische Biologie der Universität Frankfurt. Von 2000 bis 2004 war Prof. Dingermann Präsident der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft. Ferner war er von 1998 bis 2000 Vize-Präsident der Goethe-Universität Frankfurt/Main. Dingermann ist Mitglied der Arzneibuchkommission. Er ist Sprecher des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesapothekerkammer und Biotechnologiebeauftragter des Landes Hessen. 2007 erhielt er den 1822-Universitätspreis für exzellente Lehre (Dotierung: € 15.000,-) und wurde 2009 zum “Professor des Jahres” in der Kategorie Naturwissenschaften/Medizin gewählt.


Tag der seltenen Krankheiten: Marsch der Hoffnung

11. 08. 2010

Am 27. Februar 2010 fand bereits zum zweiten Mal und unter großer Beteiligung der Marsch der seltenen Krankheiten statt. Dieser war Teil der Aktivitäten zum internationalen Tag der seltenen Krankheiten, der heuer unter dem Motto „Patienten und Forscher, Partner fürs Leben“ stand. Seit 2007 wird der Tag der seltenen Krankheiten jedes Jahr am letzten Tag im Februar begangen. Alle vier Jahre fällt er auf einen Schalttag und ist damit selten – wie die Krankheiten, die an diesem Tag in den Blickpunkt und das Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt werden.

In Wien marschierten die Teilnehmer des Marsches der Hoffnung, unter ihnen PatientInnen ebenso wie Angehörige und Interessierte, von der Staatsoper über den Stephansplatz und schließlich zur Hofburg, wo die beeindruckende Abschlusskundgebung stattfand. Thema waren dabei Krankheiten, die so selten sind, dass es für sie nur in wenigen Fällen Therapien gibt, für die meisten jedoch nicht. Ihre Namen sagen wohl den wenigsten Menschen etwas: Morbus Gaucher, Epidermolysis bullosa oder cystische Fibrose.

Bewundernswert ist der Lebensmut der Patienten, die trotz ihrer schwierigen Situation nicht aufgeben und die Hoffnung nicht verlieren. Diese Hoffnung aufrecht zu erhalten, war unter anderem auch eines der Ziele des Marsches. „Wichtig ist, dass sich die Patienten unter einem gemeinsamen Dach zusammenfinden und sich gemeinsam für nachhaltige Lösungen einsetzen“, so Univ. Doz. Dr. Till Voigtländer, österreichischer Projektleiter von Orphanet, einer Plattform für seltene Erkrankungen.

Die Wünsche der Teilnehmer liegen auf der Hand: Verstärkte Forschung im Bereich der seltenen Krankheiten und damit Hoffnung auf eine Therapie für jene Krankheiten, die heute maximal symptomatisch behandelt werden können. „Die Verbesserung der Lebensqualität von Patienten mit Morbus Gaucher ist unser oberstes Anliegen. Patienten mit einer derart seltenen Erkrankung brauchen jede Unterstützung, die sie kriegen können. Deshalb versuchen wir, auch in der Öffentlichkeit Verständnis für sie und andere Patienten mit seltenen Erkrankungen zu erzeugen“, sagt Roman Pichler, Obmann der österreichischen Gaucher Gesellschaft.

Presserückfragen:
Fischill PR
Tel.: 01/408 68 24
Mail: office@fischill.at
Web: www.fischill.at


Mariazeller Gesundheitsdialog 2010

16. 06. 2010

am 15. und 16. Oktober 2010
Zentrale Plattform für seltene Erkrankungen

Mit dem Mariazeller Gesundheitsdialog wurde ein neuartiges Kongresskonzept entwickelt, das in drei Modulen ein gemeinsames Ziel verbindet: das Bewusstsein und Wissen über seltene Krankheiten, aber auch über die Probleme der Betroffenen, zu fördern. Der Kongress findet am 15. und 16. Oktober 2010 in Mariazell statt, eingeladen sind Betroffene, Angehörige, Interessierte und Ärzte, aber auch Vertreter aus der Politik, der Wirtschaft, der Pharmaindustrie und der öffentlichen Hand.

Das Modul “Ärztefortbildung” richtet sich an Mediziner aus allen Fachrichtungen. Es werden state-of-the art Vorträge zu ausgewählten Krankheitsbildern abgehalten, die Vorträge sind für das Diplom-Fortbildungsprogramm der Ärztekammer approbiert.

PatientInnen, Angehörige und Interessierte haben die Möglichkeit, sich beim Modul “Selbsthilfegruppen” auszutauschen und spezielle Vorträge zu besuchen. Das Modul “Gesundheitsdialog” vereint alle Interessensgruppen. Eingeleitet wird ein Dialog mit dem gesamten Plenum von einer prominent besetzten Diskussionsrunde, anschließend haben alle Besucher die Möglichkeit, ihre Meinung einzubringen und mit Interessensvertretern verschiedener Richtungen in Dialog zu treten.

Veranstaltungsdetails:
Mariazeller Gesundheitsdialog
15. und 16. Oktober 2010
Beginn: 9 Uhr
Europeum
Wiener Straße 24
8630 Mariazell
www.europeum.at
Programm


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Veranstaltungsorganisation:
MEDahead Ges f. med. Information mbH
Seidengasse 9/Top 1.1
1070 Wien
E-Mail: office@medahead.at
www.gesundheitsdialog.at