Diagnose von MPS I
Bei der Krankheit MPS I sind verschiedene Organe und ihre Systeme betroffen. Daher erfordert die richtige Diagnose die Zusammenarbeit verschiedener medizinischer Fachgruppen. Eine Beratung hinsichtlich frühzeitiger Diagnose und rechtzeitiger Behandlung ist von entscheidender Bedeutung.
Erste Hinweise können die Krankengeschichte, das äußere Erscheinungsbild des Patienten und der Nachweis einer vermehrten Ausscheidung der Speichersubstanzen Glycosaminoglykane (GAG - Heparan- und Dermatansulfat) im 24-Stunden-Urin geben.
Mögliche Fehldiagnosen bei Mukopolysaccharidose I
- (Juvenile) rheumatoide Arthritis
- Degenerative rheumatische Erkrankungen
- Div. Erkrankungen des Bewegungsapparates
- Bindegewebserkrankungen
- Autoimmunerkrankungen
Enzymdiagnostik
Die Diagnose MPS I wird durch den Nachweis des Mangels des lysosomalen Enzyms alpha-L-Iduronidase gesichert. Die Enzymbestimmung kann in weißen Blutkörperchen, im Blutplasma und in Hautzellen erfolgen.
Genetische Diagnostik
Die DNA-Diagnostik ist u.a. durch die große Bandbreite der möglichen Mutationen deutlich erschwert und wird nur bei Risikofamilien durchgeführt.
Pränataldiagnostik
Bei begründetem Verdacht oder in bereits betroffenen Familien kann mittels einer Fruchtwasserbestimmung oder Chorionzottenbiopsie schon vor der Geburt eine Diagnose gestellt werden.

